Sport ist Mord !!!
Seit Jahren nun werden alle Schüler und Schülerinnen dieser Schule
gezwungen, an diesem allseits bekannten Schulfach teilzunehmen. Weder Heulen noch
Zähneknirschen lassen die Mütter erfahrungsgemäß erweichen, man muß trotzdem hin.
Egal, ob 30 C im Schatten oder bei klirrenden -7 , die Teichrunde gehört zum Standard, angeblich wegen der "guten Luft".
(Ob diese Mütter auch wußten, daß uns allein der Gedanke an die Bude im Park diese Tortour überstehen ließ? Dort ließen
wir unsere 1DM- Stücke, die wir seit Sportbeginn in unseren verschwitzten Fäusten versteckt
hielten.)
Zum Glück kann man sich nach seinem 18. Geburtstag auch selber
vom Sportunterricht befreien, was natürlich ausgiebig genutzt wurde. (... und von so manch anderen Fächern, wie es der
Entschuldigungskasten beweist!) Das Sport auch gefährlich sein kann, beweist die unten aufgeführte Tabelle aller
Sportunfälle ( die Dunkelziffer, der nicht gemeldeten Fälle wie bei
Muskelkater, Zerrungen oder Sehnenscheidenentzündungen ist so hoch, daß es mir unmöglich war , sie genauer zu berechnen.
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Matthias L.
Nach einem Fußballspiel erschien Matthias am nächsten Tag mit eingegipsten Händen am Brett.
Sich beide Hände gleichzeitig zu brechen, schafft halt nur ein echter Freiherr!
Wir sind stolz auf Dich!
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Christian B.
In einer Freistunde wurde auf dem Schulhof Basketball gespielt, um sich schon einmal
fit für einen dieser unzähligen Praxistests zu machen. C.B. setzte zum Sprungwurf an,
rutschte aber mit dem Fuß auf nassem Laub aus. Resultat: Mittelfuß gebrochen!
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Nadine K.
Ebenfalls wie C.B. spielte auch N.K. das Spiel mit dem Korb. Sie allerdings fing den Ball etwas
unglücklich, so daß bei ihr der Arzt den Bruch des Ringfingers diagnostizierte.
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Florian T.
Dieses Ereignis wird wahrscheinlich in allen Jahrgangsstufen bekanntgeworden sein.
Die Schwimmnote wird nicht nur nach der Fähigkeit zum Schwimmen vergeben, nein,
man muß auch Tauchen können, insbesondere Streckentauchen.
F.T. aus O. übertrieb dies etwas. Nur O. M. haben wir es wahrscheinlich zu verdanken,
daß F.T. noch unter uns weilt.
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Nadine M.
Bei N.M. diagnostizierte der Arzt eine leichte Gehirnerschütterung. Der Grund?
Irgendeine Schülerin, die unerkannt bleiben möchte, hat ihr angeblich einen Ball
an den Hinterkopf geworfen. (An dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, daß
es mir wirklich schrecklich leid tut)
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Astrid H.
2 blaue Augen können wir auf ihrem Kontostand verbuchen. Das Eine holte sie sich als sie
von einem Hockeyball getroffen wurde, das andere nachdem sie sich einem herannahenden
Badmintonschläger mutig in den Weg stellte.
Aber auch die Lehrer blieben nicht verschont. R.J., dem an diesem Tage wohl göttliche Unterstützung
fehlte, schaffte es, von einer noch nicht einmal 30cm hohen Bank zu springen und sich dabei den Fuß zu verstauchen.
Alle Schüler und Schülerinnen, die auf dieser Seite unerwähnt blieben und dennoch schwere Blessuren
aufzuweisen hatten, wurden anscheinend von mir nicht wahrgenommen. Verhaltensstörungen, die aus dem Sportunterricht
resultieren, konnten wegen fehlender Mittel nicht berechnet werden, da ich keine Möglichkeit
besaß, sie von den angeborenen, unter denen fast jeder leidet, zu unterscheiden.
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